Test

  • von Aug­steins Frei­tag
    Jakob Aug­stein spricht mit dem Jour­na­lis­ten Micha­el Sont­hei­mer über die Situa­ti­on von Wiki­leaks-Grün­der Juli­an Assan­ge und die Bedeu­tung des Fal­les für die Pres­se­frei­heit Um Juli­an Assan­ge, den Wiki­leaks-Grün­der und Ent­hül­ler von Kriegs­ver­bre­chen, kommt man nicht her­um, wenn es um Men­schen geht, die die Welt bes­ser machen wol­len. Des­we­gen hat Jakob Aug­stein den Jour­na­lis­ten Micha­el Sont­hei­mer zu „Aug­steins Frei­tag“ ein­ge­la­den. Sont­hei­mer hat Juli­an Assan­ge nicht nur in der Ecua­do­ria­ni­schen Bot­schaft in Lon­don besucht, son­dern auch den Pro­zess gegen ihn beobachtet.Jakob Aug­stein und Micha­el Sont­hei­mer spre­chen über das Gerichts­ver­fah­ren, die Ent­schei­dung, Juli­an Assan­ge nicht an die USA aus­zu­lie­fern, und über die Zukunft […]
  • von Mar­ti­na Mescher
    Die Uni­on blo­ckiert eine Reform der Hartz-IV-Geset­ze mit Paro­len von Vor­ges­tern Als die Bun­des­re­gie­rung das Kurz­ar­bei­ter­geld ver­län­ger­te, sorg­te sich Fried­rich Merz vor allem um die Absen­kung der Arbeits­mo­ral. In einer Zeit, in der hier­zu­lan­de so vie­le wie noch nie mit die­sem Kri­sen­in­stru­ment vor dem Job­ver­lust geschützt wer­den, fällt einem Anwär­ter für den CDU-Par­tei­vor­sitz nichts Bes­se­re s ein, als davor zu war­nen, dass sich die Men­schen an ein „Leben ohne Arbeit“ gewöh­nen könnten.Das erin­nert fatal an die Paro­le „Es gibt kein Recht auf Faul­heit“, mit der die büro­kra­ti­sche Schi­ka­ne von Hartz-IV-Betrof­fe­nen begrün­det wird. Nach einem Sozi­al­staat, der sei­nen Bür­ge­rin­nen und Bürgern […]
  • von Micha­el Jäger
    Bei einer Übung in den USA wird ein Angriff mit Pocken­vi­ren simu­liert, gegen die ein Impf­stoff fehlt. Bis 2019 fol­gen noch sie­ben Manö­ver, die auch Pan­de­mien durch­spie­len Aus hei­te­rem Him­mel ist die Coro­na-Pan­de­mie über uns gekom­men. Aber es ist auch wahr, dass die inter­na­tio­na­le Poli­tik, ange­führt von den USA, sich über mehr als 20 Jah­re dar­auf vor­be­rei­tet hat. In sei­nem Buch Chro­nik einer ange­kün­dig­ten Kri­se. Wie ein Virus die Welt ver­än­dern konn­te (Westend 2020) hat der Sach­buch­au­tor Paul Schrey­er die Ket­te der Manö­ver, die es seit 1998 dazu gege­ben hat und deren letz­tes zwei Mona­te vor dem Coro­na-Aus­bruch statt­fand, minutiös […]
  • von Jür­gen Zie­mer
    Die Sleaford Mods schrei­ben saf­tig, tref­fend und humor­voll über die Leben der soge­nann­ten klei­nen Leu­te Jason Wil­liam­son und Andrew Fearn sind Män­ner um die 50. Fami­li­en­vä­ter mit zer­knit­ter­ten Gesich­tern und etwas der­bem Humor, zu Hau­se in der post-indus­tri­el­len Ödnis der bri­ti­schen Mid­lands. Als Sleaford Mods schimp­fen die bei­den seit Jah­ren über das Leben im Hams­ter­rad des Neo­li­be­ra­lis­mus. Das Run­ter­schlu­cken und Still­hal­ten, wenn man eigent­lich aus der Haut fah­ren möch­te. Ihre Musik ist ein ent­schlos­sen häm­mern­des Deri­vat aus Punk und Tech­no, der Bass führt, die Beats klat­schen. Andrew Fearn, der den kar­gen Klang-Mini­ma­lis­mus ver­ant­wor­tet, steht bei Kon­zer­ten meist nur freund­lich nickend […]
  • von Ulrich Heyden
    Der Krieg um die Kau­ka­sus-Regi­on ist vor­über, der Streit dar­um nicht. Putins zukünf­ti­ge Diplo­ma­tie könn­te auch Fol­gen für den Wes­ten haben Der Krieg um Berg­ka­ra­bach ist vor­bei, der Kon­flikt um die inter­na­tio­nal nicht aner­kann­te arme­ni­sche Kau­ka­sus­en­kla­ve, die im Herbst größ­ten­teils wie­der an Aser­bai­dschan ging, noch nicht. Des­halb traf Prä­si­dent Putin zu Wochen­be­ginn Ilham Ali­jew, den Prä­si­den­ten Aser­bai­dschans, und den arme­ni­schen Pre­mier Nikol Paschin­jan im Kreml. Ali­jew lehnt jeden Son­der­sta­tus für die umstrit­te­ne Regi­on strikt ab. Putin dage­gen hofft, die laten­te Kriegs­ge­fahr im Süd­kau­ka­sus über die öko­no­mi­schen Bedürf­nis­se Arme­ni­ens und Aser­bai­dschans zu ban­nen. Kein aus­sichts­lo­ses Unter­fan­gen, soll­te es dazu dem­nächst erste […]
  • von Andrea Kret­sch­mann, Aldo Legna­ro
    Wie stark muss ein Par­la­ment gesi­chert wer­den? Die Geschich­te der Bann­mei­le ist zwie­späl­tig Man hät­te die Bann­mei­le in Deutsch­land in den letz­ten Jahr­zehn­ten für ein preu­ßi­sches Relikt hal­ten kön­nen. Wie­so wird der Raum um die Par­la­men­te stär­ker abge­si­chert als ande­re öffent­li­che Räu­me? Muss nicht gera­de hier der Pro­test gegen mög­li­ches Unrecht für Parlamentarier*innen hör­bar und sicht­bar wer­den können?Die Ver­samm­lungs­frei­heit ist ein hohes Gut und ihre Ein­schrän­kung durch Bann­mei­len konn­te man lan­ge als unde­mo­kra­tisch sehen. Tat­säch­lich ver­folg­te der Pro­test vor den Par­la­men­ten bis­lang – bis auf ver­spreng­te Stie­fel­na­zi-Auf­läu­fe – groß­teils demo­kra­ti­sche Zie­le. Ange­sichts der Ereig­nis­se in Washing­ton und nach dem Sturm […]
  • von Redak­ti­on
    Vor 20 Jah­ren wur­de Wiki­pe­dia gebo­ren – es soll­te eine Platt­form für alle wer­den. Mitt­ler­wei­le exis­tie­ren Ein­trä­ge in 300 Spra­chen. Unser Lexi­kon AAus­spra­che Wer noch nie in eine Debat­te über die kor­rek­te Aus­spra­che von „Taglia­tel­le“ ver­wi­ckelt wur­de, weiß nicht, wie demü­ti­gend es sein kann, wenn man die eige­ne Recht­ha­be­rei mit etwas so exo­ti­schem wie dem pho­ne­ti­schen Alpha­bet begrün­den muss. Die Pola­ri­sie­rung unse­rer Gesell­schaft zeigt sich auch dar­in, dass es sol­che gibt, die mit Zei­chen wie „ʎː“ etwas anfan­gen kön­nen, und sol­che, die das als Eli­te­wis­sen abtun.Die Wiki­pe­dia schafft Abhil­fe: Immer öfter fin­det sich beim betref­fen­den Stich­wort eine hin­ter­leg­te Audio­da­tei. Für […]
  • von Eva Mar­burg
    Die Kri­sen­plä­ne der loka­len Kul­tur­po­li­tik sind mit­un­ter gru­se­lig. Was hilft uns gegen Hor­ror­ge­rüch­te? Na, spü­ren Sie es auch? Die Ent­zugs­er­schei­nun­gen, nicht mehr auf der Dro­ge Thea­ter zu sein, las­sen lang­sam nach, nicht wahr? Das kochen­de Blut über die erneu­ten Thea­ter­schlie­ßun­gen hat sich abge­kühlt, hei­te­rer See­len­frie­den ist in die Kul­tur­her­zen ein­ge­zo­gen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, aber als Ber­lins Kul­tur­se­na­tor Klaus Lede­rer, der neue Vor­sit­zen­de der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz für 2021, noch kurz vor der Jah­res­wen­de ver­si­cher­te, dass man inten­siv an einem Aus­stieg aus dem Kul­tur­lock­down stri­cke, bei dem Fra­gen wie „Raum­grö­ße, Belüf­tungs­rhyth­men, Belüf­tungs­an­la­gen, Ticke­ting­sys­te­me, Platz­zu­wei­sung oder Crowd­ma­nage­ment­sys­te­me“ eine Rol­le spielten, […]
  • von Björn Hay­er
    Der „Duden“ gen­dert nun. Natur­ge­mäß bringt das eini­ge in Auf­ruhr. Dif­fe­ren­zie­rung und Auf­klä­rung täte gut Spra­che ist Macht, und Macht schafft Wirk­lich­keit. Män­ner waren dies­be­züg­lich die letz­ten Jahr­tau­sen­de bekannt­lich im Vor­teil und drück­ten allen Bezeich­nun­gen ihren Stem­pel auf. Dass mit der Gen­der-Bewe­gung das soge­nann­te gene­ri­sche Mas­ku­li­num, also die männ­li­che Form als Stan­dard für gemischt­ge­schlecht­li­che Grup­pen, schon lan­ge hin­ter­fragt wird, ist gut und rich­tig. Die Pro­ble­ma­ti­sie­rung der patri­ar­chal gefärb­ten Spra­che trägt dazu bei, unser aller Bewusst­sein ste­tig zu verändern.Doch was pas­siert, wenn aus der Sen­si­bi­li­sie­rung der Druck zur Norm erwächst? Spra­che zur Sache der Poli­tik wird? Zeit für Fak­ten, mag sich […]
  • von Mar­ti­na Mescher
    Unter Mer­kel ist die Uni­on kaum weib­li­cher gewor­den. Mit Laschet, Rött­gen oder Merz wird sich das nicht ändern Peter Alt­mai­er sagt aus „vol­lem Her­zen“ in Inter­views ger­ne mal: „Ich bin Femi­nist.“ In der Poli­tik soll­ten auf Wor­te auch Taten fol­gen, sonst lei­det die Glaub­wür­dig­keit. So weit aus dem Fens­ter gelehnt wie ihr Par­tei­freund hat sich Ange­la Mer­kel nie. Das war klug, denn in Sachen Femi­nis­mus glänz­te die CDU auch unter ihrer Regent­schaft nicht durch Taten­drang. Müt­ter­ren­te und Eltern­geld, sehr viel mehr fällt einem da nicht ein.Wo schon kei­ne Frau antritt, wäre viel­leicht Alt­mai­er der „Kan­di­dat der Her­zen“ bei der Frauen […]