Stellungnahme des Verfahrensvertreters der Bundesregierung vom 07.01.2020 zu meinem Antrag

Der Ver­fah­rens­ver­tre­ter der Bun­des­re­gie­rung ver­tritt auf S. 2 des nach­fol­gen­den Schrift­sat­zes – ohne nähe­re Begrün­dung – die Ansicht, mei­ne Auf­fas­sung, es dürf­ten kei­ne Medi­en ver­bo­ten wer­den, gehe „am Inhalt der Ver­bots­ver­fü­gung vor­bei“ (meint: es sei eh gar kein Medi­um ver­bo­ten wor­den).

Dage­gen hat­te das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um 2017 erklärt: „Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Dr. Tho­mas de Mai­ziè­re hat heu­te die links­ex­tre­mis­ti­sche Inter­net­platt­form ‚linksunten.indymedia‘ […] ver­bo­ten und auf­ge­löst. […]. Ziel ist es, die Inter­net­platt­form ‚linksunten.indymedia‘ dau­er­haft abzu­schal­ten.“

Trotz­dem ent­schie­det auch das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt am 29.01.2020 (Text­zif­fer 33): „Rege­lungs­ge­gen­stand des Ver­bots­be­scheids ist nicht das Ver­bot des unter der Inter­net­adres­se ‚linksunten.indymedia.org‘ betrie­be­nen Ver­öf­fent­li­chungs- und Dis­kus­si­ons­por­tals“.

Auf der Grund­la­ge die­ser – wenn auch geschichts­klit­tern­den – Auf­fas­sung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist es nur kon­se­qeu­ent, daß die URL linksunten.indymedia.org – anschei­nend seit April 2020 – wie­der genutzt wird.