Editorial – zur Spiegelung der Wiederveröffentlichung des Archivs von linksunten.indymedia

Die­ses Edi­to­ri­al – leicht gekürzt – als .pdf-Datei:
https://links-wieder-oben-auf.net/wp-content/uploads/2020/01/Editorial-Layout.pdf

Am 25.08.2017 ver­bot der dama­li­ge Innen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re – laut Bekun­den sei­nes Minis­te­ri­ums – die „Inter­net­platt­form ‚linksunten.indymedia‘ auf Grund­la­ge des Ver­eins­ge­set­zes“[1]https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2017/08/vereinsverbot.html.. Wie es mög­lich sein soll, „auf der Grund­la­ge des Ver­eins­ge­set­zes“ et­was ande­res als Ver­ei­ne – im vor­lie­gen­den Fall eine inter­net-Platt­form – zu ver­bie­ten, blieb bis heu­te Geheim­nis des Innen­mi­nis­te­ri­ums.

Am Don­ners­tag, den 16.01.2020 – knapp zwei Wochen vor dem Pro­zeß, der am 29.1. vor dem Bundesverwal­tungsgericht gegen das Ver­bot statt­fin­den wird (bzw.: inzwi­schen statt­fand) – haben nun Unbe­kann­te ein – nach eige­nen Anga­ben – kom­plet­tes Archiv von linksunten.indymedia online gestellt:

https://linksunten.archive.indymedia.org/

Die Ver­öf­fent­li­che­rIn­nen schrei­ben:

„Das sta­ti­sche Archiv der Sei­te ist auch als Down­load in Form von Zip­datei­en ver­füg­bar. Die Links zu den Datei­en fin­det ihr auf der Start­sei­te des Archivs […]. Ladet es her­un­ter, teilt es und erstellt Mir­rors der Sei­te.“

Die­ser Auf­for­de­rung kom­me ich ger­ne nach

  • da ich…
  • …selbst bis zum Ver­bot AutorIn und Lese­rIn von links­un­ten war – und die inter­net-Zei­tung seit dem Ver­bot ver­mißt hat­te;
  • außer­dem um mei­ner juris­ti­schen und poli­ti­schen Über­zeu­gung, daß sol­che Medi­en wie links­un­ten oder auch wie die gedruck­te Zeit­schrift radi­kal erschei­nen dür­fen (= juris­ti­scher Aspekt) und erschei­nen sol­len (= poli­ti­scher Aspekt) Aus­druck zu ver­lei­hen.

Wegen des juris­ti­schen Aspek­tes habe ich mich ent­schlos­sen, die Spie­ge­lung nament­lich vor­zu­neh­men und mit einem Impres­sum zu ver­se­hen. Anders als die anony­men Archiv-Ver­öf­fent­li­che­rIn­nen habe ich auch das Ori­gi­nal-Logo (mit dem Schrift­zug „linksunten.indymedia.org“[2]aber ergänzt um die Dach­zei­le „Archiv einer not-wen­di­gen inter­net-Zei­tung“ [und nicht nur schüch­tern „links­un­ten Archiv“]), das das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um und die Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft als „Ver­eins­kenn­zei­chen“ zu kri­mi­na­li­sie­ren ver­su­chen, wie­der­her­ge­stellt. Denn das Ver­bot des künf­ti­gen Erschei­nens von Medi­en – incl. Ver­bot deren Logos und der Ver­wen­dung deren URL – ist Ver­fas­sungs­bruch von vor­ne bis hin­ten –– Zen­sur!

Unnö­tig, zu beto­nen, daß ich nicht alles für inhalt­lich rich­tig hal­te, was ich – im Inter­es­se der Meinungsäußerungs‑, Pres­se- und Infor­ma­ti­ons­frei­heit – für ver­öf­fent­li­chungs­wür­dig halte.[3]Und noch unnö­ti­ger zu sagen: Ich konn­te mir die frem­den Inhal­te im vor­lie­gen­den Fall schon des­halb gar nicht zu eigen machen, weil ich selbst­ver­ständ­lich nicht alle rund 200.000 Arti­kel gele­sen habe:
++ Ich habe zur Zeit vor dem Ver­bot einen Bruch­teil der Arti­kel – mit die­ser oder jener Mei­nung zu den Tex­ten (abge­se­hen von mei­ner Über­zeugt­heit von mei­nen eige­nen Tex­ten) – gele­sen.
++ Und ich habe jetzt die gan­ze Archiv­da­tei her­un­ter­ge­la­den; ent­packt und anschlie­ßend inhalt­lich unbe­se­hen in mei­nen eige­nen Webs­pace hoch­ge­la­den. Allein das Design des Start­be­reichs habe ich gegen­über der Archiv­sei­te linksunten.archive.org etwas ver­än­dert, aber auch dies ohne auf die Inhal­te zu ach­ten.
++ Denn mir geht es mit die­ser Web­sei­te ja nicht dar­um, alle 200.000 Arti­kel zu kom­men­tie­ren, son­dern mei­ne Über­zeu­gung von der poli­ti­schen Legi­ti­mi­tät und juris­ti­schen Lega­li­tät des publi­zis­ti­schen Kon­zept von links­un­ten aus­zu­drü­cken – auch wenn ich vie­les ande­res for­mu­liert hät­te, wenn ich alle 200.000 Arti­kel selbst geschrie­ben hät­te, und sicher­lich auch, wenn ich Mode­ra­to­rIn von links­un­ten gewe­sen wäre, eini­ge Mode­ra­ti­ons­ent­schei­dun­gen anders getrof­fen hät­te.
Sich alles zu eigen zu machen, was bei links­un­ten erschie­nen war, ist schon des­halb unmög­lich, weil es – ange­sichts der Plu­ra­li­tät des AutorIn­nen-Spek­trums von links­un­ten – heil­los selbst-wider­sprüch­lich wäre: Denn bei links­un­ten spie­gel­te sich fast die gan­ze Brei­te (Plu­ra­li­tät) – und Zer­strit­ten­heit – der außer­par­la­men­ta­ri­schen Lin­ken.

Mei­ne Äuße­run­gen sind – auch straf­recht­lich – nur die Äuße­run­gen, die ich selbst getä­tigt habe. Sie sind dar­an zu erken­nen, daß ich sie mit mei­nem Klar­na­men oder mei­nem pen name (TaP = Theo­rie als Pra­xis) gezeich­net habe. Alles wei­te­re ist bloß die Doku­men­ti­on einer his­to­risch-dis­kur­si­ven Tat­sa­che (des publi­zis­ti­schen Phä­no­mens linksunten.indymedia); vgl. Hel­mut Rid­der, In Sachen „Mes­ca­le­ro. Plä­doy­er vor dem Land­ge­richt Bie­le­feld, in: Demo­kra­tie und Recht 1978, 224 – 229 (225):

Was die Her­aus­ge­ber getan haben, ist eines, und was sie gewollt haben, ist ein ande­res, soweit es von dem, was sie getan haben, abweicht. Was sie getan haben, ist dies: Sie haben Tex­te ver­brei­tet, die man unzwei­fel­haft ver­brei­ten darf, weil sie selbst geschicht­li­che Tat­sa­chen sind – die in die­sem Land wenig genug gekann­te Geschich­te unter­liegt nach der Rechts­ord­nung die­ses Lan­des vor­erst noch nicht straf­recht­lich bewehr­ten Geheim­hal­tungs­pflich­ten –“.

Bleibt trotz­dem die Fra­ge:

Mache ich mich mit mei­nem Tun (erneut[4]Die Staats­an­walt­schaft hat bereits gegen mich sowie Peter Nowak und Achim Schill wegen einer Pro­test­erklä­rung gegen das links­un­ten-Ver­bot, die wir 2017 ver­öf­fent­licht hat­ten, Ankla­ge erho­ben. Eine Ent­schei­dung des zustän­di­gen Land­ge­richts über Zulas­sung oder Nicht-Zulas­sung der Ankla­ge steht wei­ter­hin aus.) straf­bar?

Ich bin über­zeugt, daß ich mich nicht straf­bar mache. Ich habe des­halb auch die Lan­des­me­di­en­an­stalt Ber­lin-Bran­den­burg (mit der Bit­te zu prü­fen, ob es sich um ein „unzu­läs­si­ges Ange­bot“[5]http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;jsessionid=F13DA109AB36C35A94618AD205948552.jp81?quelle=jlink&query=JMedienSchStVtrG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-JMedienSchStVtrGBWV6StVtr-P4. han­delt oder es ansons­ten etwas zu bean­stan­den gibt[6]http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=RdFunkStVtr+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-RdFunkStVtrBWV10P59.) über mein Tun infor­miert und wer­de noch die Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft, die sich eh bereits mit mei­nen bei­den Ko-Autoren Peter Nowak und Achim Schill sowie mir selbst befaßt, infor­mie­ren.

1. Was die his­to­ri­schen – bei links­un­ten erschie­nen – Text anbe­langt, so sind jeden­falls mei­ne eige­nen Tex­te juris­tisch nicht zu bean­stan­den. Was die Tex­te von ande­ren Auto­rInnen anbe­langt (von denen viel­leicht eini­ge tat­säch­lich juris­tisch zu bean­stan­den sind), so mache ich mir die­se nicht zu eigen, sodaß ich auch durch die Wie­der­ver­öf­fent­li­chung für sie jeden­falls nicht straf­recht­lich ver­ant­wort­lich bin[7]Ob vllt. im Ein­zel­fall zivil- oder ver­wal­tungs­recht­li­che Unter­las­sungs-/Lö­schungs­an­sprü­che gegen mich wegen frem­der Tex­te bestehen, las­sen ich an die­ser Stel­le – der Kür­ze hal­ber – offen. Ich wer­de mich zu die­ser Fra­ge spä­tes­tens dann äußern, falls irgend­wel­che Per­so­nen oder Stel­len mit sol­chen Ansin­nen an mich her­an­tre­ten soll­ten..

So hat der BGH hin­sicht­lich des Abspie­lens eines – aller­dings rech­ten – Lie­des ent­schie­den:

„Die Fest­stel­lun­gen [des Vor­in­stanz] tra­gen nicht den Schluss, dass der Ange­klag­te sei­ne För­der­hand­lun­gen vor­sätz­lich in Bezug auf eine öffent­li­che Auf­for­de­rung zu Straf­ta­ten (§ 111 StGB) erbracht hat. § 111 StGB ist ein Äuße­rungs­de­likt (Fischer, StGB, 62. Aufl., § 111 Rn. 2; LK/Rosenau, § 111 Rn. 14). Auf­grund des­sen ist – wie auch im Fall des § 130 Abs. 1 StGB – bei der Ver­öf­fent­li­chung einer frem­den Erklä­rung zu for­dern, dass der Ver­öf­fent­li­chen­de die­se unmiss­ver­ständ­lich zu sei­ner eige­nen machen will (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Febru­ar 1990 – 3 StR 278/89, NJW 1990, 2828, 2831; OLG Frank­furt, Urteil vom 17. Dezem­ber 2002 – 3 Ss 317/02, NStZ-RR 2003, 327, 328; Fischer aaO, § 111 Rn. 2a). In dem blo­ßen Abspie­len eines Lie­des ist ein der­ar­ti­ges zu Eigen machen noch nicht zu sehen.“

(Beschluss vom 14. April 2015 zum Az. 3 StR 602/14; http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2015–4&Seite=6&nr=71180&pos=192&anz=265)

Und auch bereits zu der Zeit als es noch den wei­ten Straf­tat­be­stand der Wer­bung für kri­mi­nel­le und ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung gab, der zum 30. August 2002 auf Wer­bung „um Mit­glie­der oder Unter­stüt­zer“ ein­ge­engt wur­de (§§ 129 Absatz 1[8]https://web.archive.org/web/20150902001340/http://lexetius.com/StGB/129,3., 129a Absatz 3[9]https://web.archive.org/web/20191109101002/https://lexetius.com/StGB/129a,5. StGB), hat­ten

  • das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf und der Bun­des­ge­richts­hof bezüg­lich der im GNN-Ver­lag erschie­ne­ne Bro­schü­re „Aus­ge­wähl­te Doku­men­te der Zeit­ge­schich­te: Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (BRD) – Rote Armee Frak­ti­on (RAF) “ [10]Digi­ta­li­sat: https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/000.html. ent­schie­den,
    ++ daß das Ver­brei­ten der Bro­schü­re kei­nen hin­rei­chen­den Ver­dacht des ‚Wer­bens‘ (im dama­li­gen[11]https://lexetius.com/StGB/129a,7. wei­ten Sin­ne) für die Rote Armee Frak­ti­on dar­stel­le und daher die Zulas­sung einer Ankla­ge wegen Ver­wirk­li­chung des Tat­be­stan­des des § 129a Absatz 3 StGB nicht begrün­de:
    „Daß die Her­aus­ge­ber der Schrift sich in den ein­lei­ten­den und beglei­ten­den Tex­ten nicht von der RAF distan­zie­ren oder neu­tral blei­ben, ver­mag einen wer­ben­den Cha­rak­ter zuguns­ten der RAF noch nicht zu bele­gen. […]. Aus dem vom Ober­lan­des­ge­richt zitier­ten Vor­wort wird deut­lich, daß die Doku­men­ta­ti­on nicht dem Wer­ben für die RAF dient, deren Gewalt­ta­ten von den Her­aus­ge­bern auch an kei­ner Stel­le gebil­ligt wer­den, son­dern viel­mehr das The­ma RAF für Zwe­cke kom­mu­nis­ti­scher Pro­pa­gan­da genutzt wer­den soll.“ (BGH[12]https://research.wolterskluwer-online.de/document/88b87273-bb83-4599-a487-8123311817f9, Tz. 10 f.)
    und
    ++ beschlag­nahm­te Exem­pla­re der Bro­schü­re vom Staat her­aus­zu­ge­ben sei­en (OLG Düsseldorf[13]ebd., Tz. 7: „Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat in dem Ver­fah­ren auf Ein­zie­hung mit Beschluß vom 28. Novem­ber 1994 – VI 8/94 – die Her­aus­ga­be der beschlag­nahm­ten 965 Exem­pla­re ange­ord­net, weil die Druck­schrift nach ihrem Inhalt als Doku­men­ta­ti­on nicht geeig­net ist, für die RAF zu wer­ben.“) und
  • der BGH den vor­he­ri­gen Beschluß zur Beschlag­nah­me des von Pie­ter Bak­ker Schut her­aus­ge­be­nen Info-Buches[14]Digitalisat: http://www.info.libertad.de/sites/info.libertad.de/Dateien/pdf/das_info.pdf. mit Brie­fen von Gefan­ge­nen aus der RAF aufgehoben[15]Siehe: https://pbs.twimg.com/media/ECAe6u3WkAAFBC-.png..

Die – 1997 und 1993 im Ver­lag ID-Archiv erschie­ne­nen – umfas­sen­den Dokumentatio­nen der Tex­te der Rote Armee Frak­ti­on sowie der Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len / Rote Zora konn­ten unbe­hel­ligt erschei­nen und ver­brei­tet wer­den und ste­hen heu­te im inter­net völ­lig legal zum kos­ten­lo­sen Download[16]Erstklassige .pdf-Datei der RAF-Doku­men­ta­ti­on: https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/raf-texte+materialien.PDF; feh­ler­be­haf­tes Digi­ta­li­sat (ohne Ori­gi­nal­sei­ten­zah­len) der RZ/Rote Zora-Doku­men­ta­ti­on: http://www.freilassung.de/div/texte/down/zorn.pdf. zur Ver­fü­gung.

Es gibt zwar auch ande­re BGH-Ent­schei­dun­gen – Ent­schei­dun­gen, in denen der Bun­desgerichtshof ziem­lich leicht­hän­dig das Zuei­gen­ma­chen frem­der Tex­te bejaht hat. Aber ich beru­fe mich auf die Ent­schei­dun­gen, die ich für zutref­fend hal­ten – und las­se mich von den gegen­tei­li­gen nicht ein­schüch­tern. Daher habe ich die Spie­ge­lung des links­un­ten-Archivs mit einem nament­lich gezeich­ne­ten Impres­sum ver­se­hen.

Ein biß­chen öffent­li­ches Ver­eins­recht

2. Auch spe­zi­ell ver­eins­recht­lich mache ich mich nicht straf­bar. Diesbzgl. kom­men zwar die Nr. 3 (Unter­stüt­zung voll­zieh­bar ver­bo­te­ner Ver­ei­ne) und 5 (Ver­wen­dung von Kenn­zei­chen sol­cher Ver­ei­ne), wegen denen Peter Nowak, Achim Schill und ich eh schon ange­klagt sind, sowie Nr. 1 von § 20 Absatz 1 Satz 1 Ver­eins­ge­setz in Betracht. Nr. 1 betrifft die Auf­recht­erhal­tung des „orga­ni­sa­to­ri­schen Zusammenhalt[s]“ eines sol­chen Ver­eins und die mit­glied­schaft­li­che Betä­ti­gung in einem sol­chen Ver­ein.

a) Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um bean­sprucht, den „Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘“ verbo­ten zu haben. Einen Ver­ein die­sen Namens gab es aber nie und gibt es auch heu­te nicht. Eine inter­net-Platt­form ist kein Ver­ein, son­dern ein Tele­me­di­um; und der Per­so­nen­kreis, der die­ses Tele­me­di­um anbot, hieß IMC linksunten[17]Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um selbst spricht in sei­ner Ver­bots­ver­fü­gung auf S. 11 und 47 von einem „offi­zi­el­len ‚linksunten.indymedia‘-Media-Account ‚IMC links­un­ten‘“. Das kann ja wohl nur hei­ßen, daß auch dem BMI klar ist, daß die Inha­be­rIn­nen die­ses Accounts nicht – wie das Medi­um „linksunten.indymedia“ (das soll aber der Name des ver­bo­te­nen ‚Ver­eins‘ gewe­sen sein!), son­dern viel­mehr „IMC links­un­ten“ hie­ßen, wobei „IMC“ für „Inde­pen­dent Media Cent­re“ steht.
Also:
++ Das Medi­um hieß „linksunten.indymedia“ – und Medi­en sind defi­ni­tiv kei­ne Ver­ei­ne.
++ Der Her­aus­ge­be­rIn­nen-Kreis hieß dage­gen „IMC links­un­ten“ (und nicht eben­falls „linksunten.indymedia“) – und war ver­mut­lich außer­dem auch gar nicht ver­eins­för­mig orga­ni­siert (§ 2 Abs. 1 Ver­einsG: „Ver­ein“ = „Mehr­heit natür­li­cher oder juris­ti­scher Per­so­nen“, die sich „einer orga­ni­sier­ten Wil­lens­bil­dung unter­wor­fen hat“ – ‚Unter­wer­fung‘ das hört sich nicht so rich­tig auto­nom-links­ra­di­kal an…).
– auch die­ses (das Inde­pen­dent Media Cent­re links­un­ten) scheint es nicht mehr zu geben (jeden­falls scheint es nicht mehr aktiv zu sein); und ich gehör­te nie dazu.

Es ist also unmög­lich, sich in einem „Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘“ mit­glied­schaft­lich zu betä­ti­gen oder des­sen „orga­ni­sa­to­ri­schen Zusam­men­halt“ auf­recht­zu­er­hal­ten. Der „Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘“ ist ein Phan­tom; das Ver­bot des „Ver­ein ‚linksunten.indyme­dia‘“ ein Phan­tom-Ver­bot!

b) Das ent­spre­chen­de gilt für den Straf­tat­be­stand der Unter­stüt­zung: Unter­stützt wer­den kann nur ein exis­tie­ren­der Ver­ein. Ein „Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘“ exis­tiert aber nicht und exis­tier­te nie – also kann er auch nicht unter­stützt wer­den.

c) Schließ­lich das glei­che in Bezug auf die Kenn­zei­chen­ver­wen­dung: Etwas kann jeden­falls nur dann Kenn­zei­chen eines Ver­eins sein, wenn die­ser Ver­ein exis­tiert oder existier­te. Ein „Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘“ exis­tier­te aber nie – und exis­tiert auch heu­te nicht. Also kann das in der links­un­ten-Ver­bots­ver­fü­gung Abge­bil­de­te (es han­delt sich in Wirk­lichkeit um das Logo der inter­net-Platt­form) kein Ver­einskenn­zei­chen sein.

Prof. Wolf­gang Roth, der Rechts­an­walt der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Sachen links­unten.indymedia: ‚Es ist gar kein Medi­um, son­dern ein Ver­ein ver­bo­ten wor­den.‘Ich neh­me ihn beim Wort!

Am 09.08.2019 – kurz vor dem zwei­ten Jah­res­tag des links­un­ten-Ver­bo­tes – hat­te ich beim Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um die Rück­nah­me des Ver­bo­tes bean­tragt (s. dazu taz v. 11.08.2019; jun­ge Welt vom 21.08.2019; Kon­text : Wochen­zei­tung v. 21.08.2019; trend 8/2019).

Nach­dem das Innen­mi­nis­te­ri­um nach drei Mona­ten immer noch nicht geant­wor­tet hat­te, hat­te ich am 13.11.2019 beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Pro­zeß­kos­ten­hil­fe für eine Kla­ge gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bean­tragt.

Mit der Kla­ge soll dann u.a. bean­tragt wer­den,

  • die Bun­des­re­pu­blik bzw. das Innen­mi­nis­te­ri­um zu ver­pflich­ten, die Nich­tig­keit des Ver­bots fest­zu­stel­len;
  • hilfs­wei­se: daß das Gericht die Rechts­wid­rig­keit des Ver­bo­tes fest­stellt und die BRD bzw. das BMI zur Rück­nah­me des Ver­bo­tes ver­pflich­tet.

Zur Begrün­dung hat­te ich in den Anträ­gen ans BMI und das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt u.a. wie folgt argu­men­tiert:

„Mag über die Recht­mä­ßig­keit des Ver­bo­tes des Her­aus­ge­be­rIn­nen­krei­ses von linksunten.in­dymedia auf der Grund­la­ge von Art. 9 II GG noch ernst­haft dis­ku­tiert wer­den kön­nen, so ist die Vor­stel­lung, das BMI sei
++ auf der Grund­la­ge einer Norm, die das Ver­bot von Ver­ei­ni­gun­gen zuläßt,
++ auch befugt, Medi­en sowie die Logos und URL von Medi­en zu ver­bie­ten,
der­ma­ßen aben­teu­er­lich, daß in Bezug auf die­se Tei­le und Impli­ka­tio­nen der Ver­fü­gung in der Tat von kei­ner Per­son ‚erwar­tet wer­den kann, den Ver­wal­tungs­akt als ver­bind­lich anzuerken­nen‘.“ (s. dort, S. 2)

Dar­auf erwi­der­te am 7. Janu­ar Rechts­an­walt Prof. Wolf­gang Roth, der Verfahrensvertre­ter der Bun­des­re­gie­rung:Auch der VGH Mann­heim hat­te im übri­gen bereits am 19.6.2018 in einem Beschluß über die Beschwer­de eines der Durch­su­chungs­be­trof­fe­nen vom 25.08.2017 (u.a. gegen die Durch­su­chun­gen) ent­schie­den:
„Die wie­der­holt vor­ge­tra­ge­ne Erwä­gung des Antrag­stel­lers, es könn­ten nur Ver­ei­ni­gun­gen ver­boten wer­den, nicht hin­ge­gen Medi­en, geht schon am Inhalt der Ver­bots­ver­fü­gung vor­bei und damit ins Lee­re, da hier­nach aus­drück­lich der Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘ ver­bo­ten wor­den ist.“ (s. dort, S. 2 oben)„Kei­nen Erfolg hat der Antrags­geg­ner mit sei­nem Ein­wand, ‚die Platt­form linksunten.indymedia‘ unter­fal­le nicht dem Ver­eins­ge­setz. Sofern der Antrags­geg­ner mit die­ser Bezeich­nung aus­drü­cken möch­te, es sei die vor­mals unter der URL ‚http://linksunten.indymedia.org‘ erreich­ba­re Inter­net­prä­senz ver­bo­ten wor­den, nimmt er den Inhalt der Ver­bots­ver­fü­gung nicht hin­rei­chend zur Kennt­nis. Ver­bo­ten wur­de sei­tens des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern der ‚Ver­ein ‚linksunten.indymedia‘, mit­hin eine Ver­ei­ni­gung von Per­so­nen zu einem bestimm­ten Zweck.“
(http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=24556, Tz. 10)
Mein Argu­ment wür­de aber nur dann „am Inhalt der Ver­bots­ver­fü­gung vorbei[…]gehen“, wenn in Wirk­lich­keit gar kein Medi­um, son­dern viel­mehr ein Ver­ein ver­bo­ten wur­de. Das BMI hat­te dage­gen 2017 noch behaup­tet, es sei die „Inter­net­platt­form ‚linksunten.indymedia‘“ – also ein Medi­um – „auf Grund­la­ge des Ver­eins­ge­set­zes“ verbo­ten wor­den. Wenn der VGH Mann­heim sagt, „Sofern der Antrags­geg­ner mit die­ser Bezeich­nung aus­drü­cken möch­te, es sei die vor­mals unter der URL ‚http://linksunten.indymedia.org‘ erreich­ba­re Inter­net­prä­senz ver­bo­ten wor­den, nimmt er den Inhalt der Ver­bots­ver­fü­gung nicht hin­rei­chend zur Kennt­nis“, dann kann das ja wohl nur hei­ßen: Nach Ansicht des VGH Mann­heim sei gar kei­ne Inter­net­prä­senz ver­bo­ten wor­den – auch wenn es alle anders ver­stan­den (und auch das BMI es anders gemeint) hat­te.

Der Ver­fah­rens­ver­tre­ter der Bun­des­re­pu­blik scheint nun – in einem ver­zwei­fel­ten Rück­zugs­ma­nö­ver – allen Erns­tes zu behaup­ten, die „Inter­net­platt­form ‚linksunten.indy­media‘“ sei gar nicht ver­bo­ten wor­den, son­dern irgend­ein Ver­ein glei­chen Namens. Auf ein­mal – nach­dem sie beim ver­fas­sungs­wid­ri­gen Medi­en­ver­bot ertappt wur­de – beruft sich die Bun­des­re­pu­blik auf den Unter­schied zwi­schen Medi­um und Medi­ums-Her­aus­ge­be­rIn­­nen, den das Innen­mi­nis­te­ri­um 2017 in sei­ner Ver­bots­ver­fü­gung bestän­dig kon­fun­dier­te!

Daher erlau­be ich mir, Prof. Roth beim Wort zu neh­men und zu beken­nen:

Ich bie­te (in der Ter­mi­no­lo­gie des Telemediengesetzes[18]„Diensteanbieter [ist] jede natür­li­che oder juris­ti­sche Per­son, die eige­ne oder frem­de Tele­me­di­en zur Nut­zung be­reithält oder den Zugang zur Nut­zung ver­mit­telt“ (http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__2.html) gespro­chen) das Tele­me­di­um – die inter­net-Platt­form – linksunten.indymedia (wenn auch nur das Archiv) an

vor­erst unter der URL

www.links-wieder-oben-auf.net;

aber ich wür­de mich sehr freu­en, wenn mir die Inha­be­rIn­nen der Domain indymedia.org ihre Sub­do­main

https://linksunten.indymedia.org

zur Ver­fü­gung stel­len wür­den.

Dann wür­de ich das Archiv-Tele­me­di­um auch unter sei­ner alten URL, deren Ver­wen­dung das BMI 2017 unter rechts­wid­ri­ger Beru­fung auf das Ver­eins­ge­setz ver­bo­ten hat­te, anbie­ten.

Ich sind gespannt, ob Prof. Roth und die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land Wort hal­ten!

Spä­tes­tens, wenn wir die Ant­wort auf die­se Fra­ge ken­nen, wird es Zeit für eine brei­te und kol­lek­ti­ve lin­ke Dis­kus­si­on über eine Wie­der­in­be­trieb­nah­me der Platt­form auch mit neu­en Arti­kel sein. Die­se Ent­schei­dung und Arbeit kann selbst­ver­ständ­lich nicht die einer ein­zel­nen Per­son sein; hier geht es zunächst nur um eine Art ‚juris­ti­sches Expe­ri­ment‘:

Her­aus­zu­fin­den, ob das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um – unter Ver­let­zung von Pres­se­frei­heit und Zen­sur­ver­bot – (wie zwei Jah­re lang alle glaub­ten) eine inter­net-Platt­form ver­bo­ten hat­te –

oder bloß einen Ver­ein, der nie exis­tier­te.

Zuletzt aktua­li­siert
am 13.02.2020

Fußnoten   [ + ]

1. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2017/08/vereinsverbot.html.
2. aber ergänzt um die Dach­zei­le „Archiv einer not-wen­di­gen inter­net-Zei­tung“
3. Und noch unnö­ti­ger zu sagen: Ich konn­te mir die frem­den Inhal­te im vor­lie­gen­den Fall schon des­halb gar nicht zu eigen machen, weil ich selbst­ver­ständ­lich nicht alle rund 200.000 Arti­kel gele­sen habe:
++ Ich habe zur Zeit vor dem Ver­bot einen Bruch­teil der Arti­kel – mit die­ser oder jener Mei­nung zu den Tex­ten (abge­se­hen von mei­ner Über­zeugt­heit von mei­nen eige­nen Tex­ten) – gele­sen.
++ Und ich habe jetzt die gan­ze Archiv­da­tei her­un­ter­ge­la­den; ent­packt und anschlie­ßend inhalt­lich unbe­se­hen in mei­nen eige­nen Webs­pace hoch­ge­la­den. Allein das Design des Start­be­reichs habe ich gegen­über der Archiv­sei­te linksunten.archive.org etwas ver­än­dert, aber auch dies ohne auf die Inhal­te zu ach­ten.
++ Denn mir geht es mit die­ser Web­sei­te ja nicht dar­um, alle 200.000 Arti­kel zu kom­men­tie­ren, son­dern mei­ne Über­zeu­gung von der poli­ti­schen Legi­ti­mi­tät und juris­ti­schen Lega­li­tät des publi­zis­ti­schen Kon­zept von links­un­ten aus­zu­drü­cken – auch wenn ich vie­les ande­res for­mu­liert hät­te, wenn ich alle 200.000 Arti­kel selbst geschrie­ben hät­te, und sicher­lich auch, wenn ich Mode­ra­to­rIn von links­un­ten gewe­sen wäre, eini­ge Mode­ra­ti­ons­ent­schei­dun­gen anders getrof­fen hät­te.
4. Die Staats­an­walt­schaft hat bereits gegen mich sowie Peter Nowak und Achim Schill wegen einer Pro­test­erklä­rung gegen das links­un­ten-Ver­bot, die wir 2017 ver­öf­fent­licht hat­ten, Ankla­ge erho­ben. Eine Ent­schei­dung des zustän­di­gen Land­ge­richts über Zulas­sung oder Nicht-Zulas­sung der Ankla­ge steht wei­ter­hin aus.
5. http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;jsessionid=F13DA109AB36C35A94618AD205948552.jp81?quelle=jlink&query=JMedienSchStVtrG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-JMedienSchStVtrGBWV6StVtr-P4.
6. http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=RdFunkStVtr+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-RdFunkStVtrBWV10P59.
7. Ob vllt. im Ein­zel­fall zivil- oder ver­wal­tungs­recht­li­che Unter­las­sungs-/Lö­schungs­an­sprü­che gegen mich wegen frem­der Tex­te bestehen, las­sen ich an die­ser Stel­le – der Kür­ze hal­ber – offen. Ich wer­de mich zu die­ser Fra­ge spä­tes­tens dann äußern, falls irgend­wel­che Per­so­nen oder Stel­len mit sol­chen Ansin­nen an mich her­an­tre­ten soll­ten.
8. https://web.archive.org/web/20150902001340/http://lexetius.com/StGB/129,3.
9. https://web.archive.org/web/20191109101002/https://lexetius.com/StGB/129a,5.
10. Digi­ta­li­sat: https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/000.html.
11. https://lexetius.com/StGB/129a,7.
12. https://research.wolterskluwer-online.de/document/88b87273-bb83-4599-a487-8123311817f9, Tz. 10 f.
13. ebd., Tz. 7: „Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat in dem Ver­fah­ren auf Ein­zie­hung mit Beschluß vom 28. Novem­ber 1994 – VI 8/94 – die Her­aus­ga­be der beschlag­nahm­ten 965 Exem­pla­re ange­ord­net, weil die Druck­schrift nach ihrem Inhalt als Doku­men­ta­ti­on nicht geeig­net ist, für die RAF zu wer­ben.“
14. Digitalisat: http://www.info.libertad.de/sites/info.libertad.de/Dateien/pdf/das_info.pdf.
15. Siehe: https://pbs.twimg.com/media/ECAe6u3WkAAFBC-.png.
16. Erstklassige .pdf-Datei der RAF-Doku­men­ta­ti­on: https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/raf-texte+materialien.PDF; feh­ler­be­haf­tes Digi­ta­li­sat (ohne Ori­gi­nal­sei­ten­zah­len) der RZ/Rote Zora-Doku­men­ta­ti­on: http://www.freilassung.de/div/texte/down/zorn.pdf.
17. Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um selbst spricht in sei­ner Ver­bots­ver­fü­gung auf S. 11 und 47 von einem „offi­zi­el­len ‚linksunten.indymedia‘-Media-Account ‚IMC links­un­ten‘“. Das kann ja wohl nur hei­ßen, daß auch dem BMI klar ist, daß die Inha­be­rIn­nen die­ses Accounts nicht – wie das Medi­um „linksunten.indymedia“ (das soll aber der Name des ver­bo­te­nen ‚Ver­eins‘ gewe­sen sein!), son­dern viel­mehr „IMC links­un­ten“ hie­ßen, wobei „IMC“ für „Inde­pen­dent Media Cent­re“ steht.
Also:
++ Das Medi­um hieß „linksunten.indymedia“ – und Medi­en sind defi­ni­tiv kei­ne Ver­ei­ne.
++ Der Her­aus­ge­be­rIn­nen-Kreis hieß dage­gen „IMC links­un­ten“ (und nicht eben­falls „linksunten.indymedia“) – und war ver­mut­lich außer­dem auch gar nicht ver­eins­för­mig orga­ni­siert (§ 2 Abs. 1 Ver­einsG: „Ver­ein“ = „Mehr­heit natür­li­cher oder juris­ti­scher Per­so­nen“, die sich „einer orga­ni­sier­ten Wil­lens­bil­dung unter­wor­fen hat“ – ‚Unter­wer­fung‘ das hört sich nicht so rich­tig auto­nom-links­ra­di­kal an…).
18. „Diensteanbieter [ist] jede natür­li­che oder juris­ti­sche Per­son, die eige­ne oder frem­de Tele­me­di­en zur Nut­zung be­reithält oder den Zugang zur Nut­zung ver­mit­telt“ (http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__2.html)
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4 Antworten zu Editorial – zur Spiegelung der Wiederveröffentlichung des Archivs von linksunten.indymedia

  1. DGS sagt:

    Hier kön­nen – pro­be­wei­se – Kom­men­ta­re zum Ver­bot von links­un­ten und zu Wider­stands­stra­te­gien gegen das Ver­bot (auch zum poli­ti­schen und juris­ti­schen Kon­zept die­ser Web­sei­te) gepos­tet wer­den; aber:

    ++ wie schon gesagt: Die­se Web­sei­te und zumal die­se Kom­men­tar­spal­te kann kein Ersatz für eine – kol­lek­tiv mode­rier­te – Wie­der­in­be­trieb­nah­me von linksunten.indymedia (auch für neue Arti­kel) sein;

    und

    ++ tech­ni­sche Hin­weis auf etwai­ge Fehl­funk­tio­nen etc. bit­te dort pos­ten:

    https://links-wieder-oben-auf.net/technische-hinweise/.

  2. Pingback: Komplettes Archiv von ‚linksunten‘ namentlich gespiegelt | schöner scheitern

  3. systemcrash sagt:

    Aus­zug aus einem gest­ri­gen Demo-Rede­bei­trag von Peter Nowak und mir:

    „Unse­reR Ko-AutorIn Det­lef Geor­gia hat sich – im Kon­text seiner/ihrer
    eige­nen juris­ti­schen Bemü­hun­gen gegen das Ver­bot von
    linksunten.indymedia – ent­schie­den, das am Frei­tag ver­öf­fent­lich­te
    Archiv zu spie­geln – und zwar mit einem nament­lich gezeich­ne­ten
    Impres­sum: https://links-wieder-oben-auf.net/impressum/
    Auch die­se Initia­ti­ve begrü­ßen wir, inso­fern sie dazu bestimmt ist, die
    Auf­merk­sam­keit auf das Wesent­li­che zu len­ken: Das Ver­eins­ver­bot war
    Camou­fla­ge; ange­grif­fen wur­den eine inter­net-Platt­form und die
    Pres­se­frei­heit.“

    Voll­stän­di­ger Rede­bei­trag:
    https://systemcrash.wordpress.com/2020/01/26/redebeitrag-fuer-die-tag-i-demonstration-am-25–01-2020-in-leipzig/

  4. Pingback: [labournet:] Solidarität gegen das Verbot von linksunten.indymedia! Widerstand gegen Polizeistaat! - Die Linke in ihrer ganzen Vielfalt

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